Wie eine Biographie entsteht

Ein Buch, basierend auf Erinnerungen, das 200 bis 300 Seiten umfasst und das Leben eines Menschen erzählt – wie funktioniert das überhaupt?

Relativ simpel. Sie erzählen uns die Geschichten aus Ihrem Leben, die Sie im Buch stehen haben wollen. Vielleicht auch das, was Sie von den Eltern, Großeltern, anderen Verwandten wissen. Wir fragen natürlich auch nach. Dann schreiben wir und layouten, zwischendurch haben Sie mindestens zweimal die Möglichkeit, das Manuskript durchzusehen. Dinge zu ergänzen oder auch zu alte Schreibmaschinestreichen.

Ich finde es schwierig, dass ein anderer für mich mein Leben aufschreiben soll.

Es stimmt, das hört sich erst einmal seltsam an. Aber die Erfahrung zeigt, dass es den Protagonisten unserer Bücher doch recht leicht fällt, uns ihre Erinnerungen zu erzählen. Eben gerade weil wir Außenstehende sind und emotional nicht verwickelt in die Ereignisse. Und natürlich ist klar, dass wir von dem, was wir von Ihnen erfahren haben, nichts nach außen tragen.

An manche Episoden in meinem Leben will ich mich gar nicht erinnern.

Das geht vermutlich allen so. Aber eine Biographie ist ja auch keine Lebensbeichte, es gibt nichts, was drin sein muss. Dennoch raten wir zur Wahrhaftigkeit in dem Sinn: dass, wenn etwas zu schmerzhaft ist, um erzählt zu werden, man eben genau das dann auch schreibt. Etwa: „Das war für mich so traurig, dass ich es hier gar nicht mehr erzählen will.“ Punkt!

Man weiß doch, dass Erinnerungen trügen, ist das nicht ein Problem?

Nein. Denn Sie schreiben kein allgemeingültiges Geschichtsbuch. Sie schreiben nur Ihre Geschichte, die genau für Sie genau so eben doch wahr ist. Wobei natürlich klar ist: Ihr Bruder würde Ihr gemeinsames Aufwachsen schon wieder ganz anders schildern. Noch kurz etwas zu den Erinnerungen: Man weiß, dass die sich verändern – mit jedem Mal, in dem wir von ihnen erzählen. Auch deshalb ist es gut, einfach einmal einen status quo festzuhalten.

Mein Leben ist nicht spannend genug für ein Buch.

Das kann nicht sein! Auch Sie sind mal eingeschult worden, haben Freuden erlebt und Kummer gehabt. Es geht in der Biographie darum, zu erfassen, was einen Menschen ausmacht, was ihn bewegt, was er denkt – wie spektakulär die Umstände seines Lebens waren, ist gar nicht so wichtig.

Muss man für eine Biographie ins Archiv?

Müssen tut man gar nichts. Aber unter Umständen macht man dort tolle Entdeckungen. Wenn der Großvater teilgenommen hat am ersten Weltkrieg, müsste über ihn ein Eintrag in den Stammrollen zu finden sein, die liegen im Kriegsarchiv. Oder man erfährt über die Kirchenmatrikel in den Pfarreien endlich das genaue Geburtsdatum der Oma.

Gibt es noch weitere Archive, in denen etwas liegen kann?

Ja. Vom Bundesarchiv in Freiburg und Berlin kann man sich die Personalakten von Wehrmachtsangehörigen schicken lassen, dort erfährt man auch, ob die Eltern / Großeltern in der Partei gewesen sind während der NS-Zeit. Besonders bewegend ist es, übers Rote Kreuz die Dokumente aus russischen Archiven anzufordern – von all jenen, die in russischer Kriegsgefangenschaft gewesen sind. Wir können die Akten dann für Sie übersetzen lassen.

Aber sagen denn all diese Aktennotizen etwas aus über einen Menschen?

Ja natürlich, viel sogar. Sie zeigen Ihnen Ihren Verwandten als öffentliche Person, so, wie ihn die Familie vielleicht gar nicht kennengelernt hat. Am Ende kommt vielleicht heraus, dass der Onkel der Mutter im ersten Weltkrieg wegen Ungehorsams ins Gefängnis musste!

Wie lange dauert die Arbeit an einer Biographie insgesamt?

Wenn die Treffen nah beieinander liegen, zwei bis drei Monate.

Und was kostet so ein Buch dann?

Das hängt natürlich vom Aufwand ab, der dafür nötig war. Eine Basic-Variante ist mit etwa 100 Bildern und insgesamt 200 Seiten ist etwa ab 3500 Euro zu haben.

Wie eine Biografie entsteht

alte Schreibmaschine

Ein Buch, basierend auf Erinnerungen, das 200 bis 300 Seiten umfasst und das Leben eines Menschen erzählt – wie funktioniert das überhaupt?

Relativ simpel. Sie erzählen uns die Geschichten aus Ihrem Leben, die Sie im Buch stehen haben wollen. Vielleicht auch das, was Sie von den Eltern, Großeltern, anderen Verwandten wissen. Wir fragen natürlich auch nach. Dann schreiben wir und layouten, zwischendurch haben Sie mindestens zweimal die Möglichkeit, das Manuskript durchzusehen. Dinge zu ergänzen oder auch zu streichen.

Ich finde es schwierig, dass ein anderer für mich mein Leben aufschreiben soll.

Es stimmt, das hört sich erst einmal seltsam an. Aber die Erfahrung zeigt, dass es den Protagonisten unserer Bücher doch recht leicht fällt, uns ihre Erinnerungen zu erzählen. Eben gerade weil wir Außenstehende sind und emotional nicht verwickelt in die Ereignisse. Und natürlich ist klar, dass wir von dem, was wir von Ihnen erfahren haben, nichts nach außen tragen.

An manche Episoden in meinem Leben will ich mich gar nicht erinnern.

Das geht vermutlich allen so. Aber eine Biographie ist ja auch keine Lebensbeichte, es gibt nichts, was drin sein muss. Dennoch raten wir zur Wahrhaftigkeit in dem Sinn: dass, wenn etwas zu schmerzhaft ist, um erzählt zu werden, man eben genau das dann auch schreibt. Etwa: „Das war für mich so traurig, dass ich es hier gar nicht mehr erzählen will.“ Punkt!

Man weiß doch, dass Erinnerungen trügen, ist das nicht ein Problem?

Nein. Denn Sie schreiben kein allgemeingültiges Geschichtsbuch. Sie schreiben nur Ihre Geschichte, die genau für Sie genau so eben doch wahr ist. Wobei natürlich klar ist: Ihr Bruder würde Ihr gemeinsames Aufwachsen schon wieder ganz anders schildern. Noch kurz etwas zu den Erinnerungen: Man weiß, dass die sich verändern – mit jedem Mal, in dem wir von ihnen erzählen. Auch deshalb ist es gut, einfach einmal einen status quo festzuhalten.

Mein Leben ist nicht spannend genug für ein Buch.

Das kann nicht sein! Auch Sie sind mal eingeschult worden, haben Freuden erlebt und Kummer gehabt. Es geht in der Biographie darum, zu erfassen, was einen Menschen ausmacht, was ihn bewegt, was er denkt – wie spektakulär die Umstände seines Lebens waren, ist gar nicht so wichtig.

Muss man für eine Biographie ins Archiv?

Müssen tut man gar nichts. Aber unter Umständen macht man dort tolle Entdeckungen. Wenn der Großvater teilgenommen hat am ersten Weltkrieg, müsste über ihn ein Eintrag in den Stammrollen zu finden sein, die liegen im Kriegsarchiv. Oder man erfährt über die Kirchenmatrikel in den Pfarreien endlich das genaue Geburtsdatum der Oma.

Gibt es noch weitere Archive, in denen etwas liegen kann?

Ja. Vom Bundesarchiv in Freiburg und Berlin kann man sich die Personalakten von Wehrmachtsangehörigen schicken lassen, dort erfährt man auch, ob die Eltern / Großeltern in der Partei gewesen sind während der NS-Zeit. Besonders bewegend ist es, übers Rote Kreuz die Dokumente aus russischen Archiven anzufordern – von all jenen, die in russischer Kriegsgefangenschaft gewesen sind. Wir können die Akten dann für Sie übersetzen lassen.

Aber sagen denn all diese Aktennotizen etwas aus über einen Menschen?

Ja natürlich, viel sogar. Sie zeigen Ihnen Ihren Verwandten als öffentliche Person, so, wie ihn die Familie vielleicht gar nicht kennengelernt hat. Am Ende kommt vielleicht heraus, dass der Onkel der Mutter im ersten Weltkrieg wegen Ungehorsams ins Gefängnis musste!

Wie lange dauert die Arbeit an einer Biographie insgesamt?

Wenn die Treffen nah beieinander liegen, zwei bis drei Monate.

Und was kostet so ein Buch dann?

Das hängt natürlich vom Aufwand ab, der dafür nötig war. Eine Basic-Variante ist mit etwa 100 Bildern und insgesamt 200 Seiten ist etwa ab 3500 Euro zu haben.

Wie eine Biografie entsteht

Ein Buch, basierend auf Erinnerungen, das 200 bis 300 Seiten umfasst und das Leben eines Menschen erzählt – wie funktioniert das überhaupt?

Relativ simpel. Sie erzählen uns die Geschichten aus Ihrem Leben, die Sie im Buch stehen haben wollen. Vielleicht auch das, was Sie von den Eltern, Großeltern, anderen Verwandten wissen. Wir fragen natürlich auch nach. Dann schreiben wir und layouten, zwischendurch haben Sie mindestens zweimal die Möglichkeit, das Manuskript durchzusehen. Dinge zu ergänzen oder auch zu streichen.

Ich finde es schwierig, dass ein anderer für mich mein Leben aufschreiben soll.

Es stimmt, das hört sich erst einmal seltsam an. Aber die Erfahrung zeigt, dass es den Protagonisten unserer Bücher doch recht leicht fällt, uns ihre Erinnerungen zu erzählen. Eben gerade weil wir Außenstehende sind und emotional nicht verwickelt in die Ereignisse. Und natürlich ist klar, dass wir von dem, was wir von Ihnen erfahren haben, nichts nach außen tragen.

An manche Episoden in meinem Leben will ich mich gar nicht erinnern.

Das geht vermutlich allen so. Aber eine Biographie ist ja auch keine Lebensbeichte, es gibt nichts, was drin sein muss. Dennoch raten wir zur Wahrhaftigkeit in dem Sinn: dass, wenn etwas zu schmerzhaft ist, um erzählt zu werden, man eben genau das dann auch schreibt. Etwa: „Das war für mich so traurig, dass ich es hier gar nicht mehr erzählen will.“ Punkt!

Man weiß doch, dass Erinnerungen trügen, ist das nicht ein Problem?

Nein. Denn Sie schreiben kein allgemeingültiges Geschichtsbuch. Sie schreiben nur Ihre Geschichte, die genau für Sie genau so eben doch wahr ist. Wobei natürlich klar ist: Ihr Bruder würde Ihr gemeinsames Aufwachsen schon wieder ganz anders schildern. Noch kurz etwas zu den Erinnerungen: Man weiß, dass die sich verändern – mit jedem Mal, in dem wir von ihnen erzählen. Auch deshalb ist es gut, einfach einmal einen status quo festzuhalten.

Mein Leben ist nicht spannend genug für ein Buch.

Das kann nicht sein! Auch Sie sind mal eingeschult worden, haben Freuden erlebt und Kummer gehabt. Es geht in der Biographie darum, zu erfassen, was einen Menschen ausmacht, was ihn bewegt, was er denkt – wie spektakulär die Umstände seines Lebens waren, ist gar nicht so wichtig.

Muss man für eine Biographie ins Archiv?

Müssen tut man gar nichts. Aber unter Umständen macht man dort tolle Entdeckungen. Wenn der Großvater teilgenommen hat am ersten Weltkrieg, müsste über ihn ein Eintrag in den Stammrollen zu finden sein, die liegen im Kriegsarchiv. Oder man erfährt über die Kirchenmatrikel in den Pfarreien endlich das genaue Geburtsdatum der Oma.

Gibt es noch weitere Archive, in denen etwas liegen kann?

Ja. Vom Bundesarchiv in Freiburg und Berlin kann man sich die Personalakten von Wehrmachtsangehörigen schicken lassen, dort erfährt man auch, ob die Eltern / Großeltern in der Partei gewesen sind während der NS-Zeit. Besonders bewegend ist es, übers Rote Kreuz die Dokumente aus russischen Archiven anzufordern – von all jenen, die in russischer Kriegsgefangenschaft gewesen sind. Wir können die Akten dann für Sie übersetzen lassen.

Aber sagen denn all diese Aktennotizen etwas aus über einen Menschen?

Ja natürlich, viel sogar. Sie zeigen Ihnen Ihren Verwandten als öffentliche Person, so, wie ihn die Familie vielleicht gar nicht kennengelernt hat. Am Ende kommt vielleicht heraus, dass der Onkel der Mutter im ersten Weltkrieg wegen Ungehorsams ins Gefängnis musste!

Wie lange dauert die Arbeit an einer Biographie insgesamt?

Wenn die Treffen nah beieinander liegen, zwei bis drei Monate.

Und was kostet so ein Buch dann?

Das hängt natürlich vom Aufwand ab, der dafür nötig war. Eine Basic-Variante ist mit etwa 100 Bildern und insgesamt 200 Seiten ist etwa ab 3500 Euro zu haben.

alte Schreibmaschine